Kunstreise nach Düsseldorf und Essen
Ihre Reiseleitung: Andreas Sprachmann
Ob Kunst, Architektur oder Musik – Düsseldorf spielt in Sachen Kultur definitiv in der ersten Liga und die Dichte der Museen in der Rheinmetropole sucht nicht nur deutschlandweit ihresgleichen. Gespickt mit hochkarätiger Architektur wie den Gehry-Bauten im Medienhafen lockt sie jedes Jahr hunderttausende Besucher und eins wird sie auf keinen Fall: enttäuschen! Düsseldorf freut sich über das größte Sängerensemble Deutschlands, Bands von Weltruhm wie die „Toten Hosen“ oder „Kraftwerk“ und über Künstler wie Joseph Beuys, die das kulturelle Leben Düsseldorfs prägten bzw. prägen und so für ein reiches künstlerisches Erbe sorgen.
Im Spätjahr 2026 erwarten Sie zwei hochkarätige Ausstellungen: Der Kunstpalast widmet Niki de Saint Phalle, der international gefeierten Künstlerin der Moderne, eine Sonderausstellung, während man in der Kunstsammlung K20 in die Welt von Franz Marc eintaucht.
Essen, Deutschlands drittgrünste Stadt, ist immer einen Besuch wert. Egal, ob Shoppen, Ausgehen oder Kunst in den hochklassigen Museen – in Essen geht alles! Einer der schönsten und spannendsten Stadtteile Essens ist sicherlich Werden. Hier finden Sie jede Menge Geschichte und Altstadtcharme. Lassen Sie sich überraschen!
01 Dortmund und Essen: Kunsterlebnis “Phoenix des Lumières“ & Essens historischer Stadtteil
Fahrt nach Dortmund. In der ehemaligen Industriehalle Phoenix West erwartet die Besucher seit Januar 2023 ein neues, immersives Kunsterlebnis. Wer ein anderes, digitales Museumserlebnis, fernab eines klassischen Museumsbesuches erleben möchte, ist hier genau richtig. In der 5.600 Quadratmeter großen Halle hauchen unzählige Projektoren nicht nur den 12 Meter hohen Wänden, sondern auch dem Boden Leben ein. Es schimmert, glitzert und funkelt, wenn man durch die erleuchtete Halle schreitet, dabei immer wieder neue sich bewegende Motive erhascht und Raum und Zeit vergisst. Die Projektionen nehmen keinen Halt vor den Gästen, tauchen sie in Farbe und geben Ihnen das Gefühl, selbst Teil des Kunstwerks zu sein. Ein Kunstwerk, in das die Besucher mit allen Sinnen eintauchen. Nach dem Besuch der zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts aktuellen Ausstellung Weiterfahrt nach Essen. Werden zählt mit seinem historischen Zentrum zu den beliebtesten Wohngebieten Essens. Vor 1.200 Jahren vom Friesen-Missionar Liudger gegründet, ist Werden der älteste Stadtteil Essens. Mit der Basilika St. Ludgerus und ihrer sehenswerten Schatzkammer, der Abteilichen Residenz, heute Sitz der renommierten Folkwang Universität der Künste, der Luciuskirche mit Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert und den historischen Wohnhäusern und verwinkelten Gassen hat sich Werden bis heute einen ganz eigenen Charme bewahrt, den es zu entdecken gilt.
Am Abend Möglichkeit zum fakultativen Abendessen in einem Restaurant in der Nähe des Hotels.
02 Düsseldorf: Kunstgenuss mit „Niki“ und „Franz“
Niki de Saint Phalle, 1930 in Paris geboren und später in der Schweiz tätig, zählt zu den bekanntesten Künstlerinnen ihrer Zeit. Im Laufe der Jahre entwickelte die visionäre Außenseiterin eine unverwechselbare Formensprache und schuf ihr ganz persönliches und ebenso eigenwilliges wie facettenreiches Werk. Niki, die „Terroristin“ der Kunst, ist bekannt für ihre üppigen, bunten und großformatigen Frauenskulpturen, die ihren internationalen Erfolg begründeten und bis heute als ihr Markenzeichen gelten. Waren die ersten Figuren noch aus Draht und Stoff, so folgte im Jahr 1966 das erste Großprojekt im Moderna Museet in Stockholm, die Urmutter aller Nanas, eine begehbare 27 m lange liegende Frauenfigur. Bevor Niki de Saint Phalle zu ihrer feministisch-fröhlichen Kunst fand, entwickelte sie diese aus ihrer ganz persönlichen Gefühlsverarbeitung heraus. Sie nutzte die Kunst als Ventil für ihre Wut auf das Patriarchat. Mit ihren Nanas traf sie in den 60er Jahren den Nerv der Zeit. Die lustvoll zur Schau getragene Leibesfülle provozierte und begeisterte das Publikum gleichermaßen. Bekannt wurde die Künstlerin jedoch nicht nur für ihre Nanas, sondern auch für ihre spektakulären „Schießbilder“, die gegen alles gerichtet waren - gegen die Gesellschaft und gegen die Männer. Über 10 Jahre arbeitete sie unter anderem mit Tinguely an ihrem Tarot-Garten in der Toskana, ein Fantasiereich aus 22 monumentalen, begehbaren Skulpturen. Niki de Saint gehört nicht nur zu den innovativsten, sondern auch zu den populärsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung DREAM MACHINE mit mehr als 100 Werken entsteht in Kooperation mit dem Nationalmuseum in Wroclaw sowie in enger Zusammenarbeit mit der Niki Charitable Art Foundation San Diego und dem Sprengel Museum Hannover.
Nach der Führung in der Sonderausstellung im Kunstpalast bleibt Ihnen vor dem Spaziergang zur Kunstsammlung K20 noch ein wenig Zeit zur freien Umschau.
Ab dem 12. September 2026 zeigt die Kunstsammlung K20 die Sonderausstellung „Franz Marc – Die Suche nach einer besseren Welt“. Franz Marcs expressionistische Werke faszinieren mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Besonders seine Tierdarstellungen ziehen die Betrachter in ihren Bann. Sie stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur – Werte, die in unserer heutigen Zeit oft verloren gehen. Obwohl Franz Marc (1880–1916) ein eher zurückgezogenes Leben führte, war er alles andere als ein Einzelgänger. Als engagierter Künstler und Kritiker baute er ein weitreichendes Netzwerk zwischen Paris, Berlin und München auf. Gemeinsam mit Wassily Kandinsky gründete er die Redaktionsgemeinschaft „Der Blaue Reiter“ und setzte sich leidenschaftlich für die moderne Kunst ein. Die Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf bietet Ihnen einen umfassenden Einblick in das Werk dieses außergewöhnlichen Künstlers. Nach der Führung etwas Zeit zur freien Verfügung und Rückfahrt in die Zustiegsorte.




