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So zärtlich war Suleyken - Eine Reise in die Wunderwelt Masurens - 9 Tage

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Termin:
23.08.19 - 31.08.19
Preis:
ab 1235,00 € % pro Person

Reiseleitung: Manfred Nuber

Mit seinem Geschichtenband „So zärtlich war Suyeken“ setzte Siegfried Lenz seiner masurischen Heimat ein literarisches Denkmal.

Niemand weiß, wo sie genau beginnt, niemand wo sie endet, doch eins ist sicher: wohl kaum eine andere Landschaft in Europa erweckt allein durch Erwähnung ihres Namens so viele Erwartungen und Empfindungen wie Masuren. Über 3.000 Seen, winzig klein und riesengroß, verbunden durch unzählige Kanäle und Flüsse, endlose Wälder und sanfte Moränenhügel machen diesen Landstrich zum Paradies für eine artenreiche Flora und Fauna. Schon die Kreuzritter fühlten sich vom Seeland im Nordosten magisch angezogen und bis heute zeugen ihre trutzigen Backsteinburgen von glorreichen Zeiten. Die größte und besterhaltene Burg in Malbork/Marienburg trägt zu Recht den Titel als UNESCO Welterbe. Aber auch weniger glanzvolle Zeiten haben ihre Spuren hinterlassen. Sie kommen wir auch zur Wolfsschanze, einen geschichtsträchtigen Ort, von dem aus Europa mit Krieg und Terror überzogen wurde.

Kommen Sie mit uns auf Spurensuche in eine Region, deren Natur, Geschichte und Menschen Sie ins Schwärmen bringen werden!

01 Anreise
Direkte Fahrt über die Autobahn nach Poznán/Posen, die Stadt an der Warthe, die auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblickt. Der Alte Markt ist das architektonische Juwel der Stadt; das Rathaus im Renaissancestil, in dem sich ein Museum befindet, überragt die Reihen der Bürgerhäuser. Die Dominsel mit der im Jahre 968 erbauten Kathedrale ist der älteste Teil Posens. In der byzantinischen „Goldenen Kapelle“ befindet sich das Mausoleum der Piasten, der ersten polnischen Königsdynastie. Je nach Ankunftszeit Stadtspaziergang, evtl. auch nach dem Abendessen. Übernachtung in Posen.

02 Danzig
Weiterfahrt in die ehemalige Hansestadt Gdánsk/Danzig. Ein Spaziergang entlang des Königswegs berührt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der 1.000-jährigen Hafen- und Handelsstadt. Die Innenstadt war Ende des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört; Restauratoren vollbrachten in den Nachkriegsjahren ein Wunder: 650 Objekte wurden wieder aufgebaut. Manche stilfremde Fassade aus dem 19. Jh. wurde zugunsten älterer Vorlagen „bereinigt“, so dass Sie ein Danzig erleben werden, wie es der Philosoph Schopenhauer gekannt haben mag. Sie sehen u.a. Langgasse und Langer Markt mit gotischem Artus-Hof und Neptunsbrunnen, das Rathaus mit dem Ratsherrensaal, die Langgasse mit dem „Grünen Tor“, jahrelang Residenz der polnischen Könige in Danzig, die Marienkirche, mit 25.000 Plätzen die größte Kirche Polens, die Frauengasse und das Krantor. Im Europäischen Zentrum der Solidarität erfahren wir mehr über die Geschichte der Bewegung, die zum Sturz des kommunistischen Systems führte.

03 Danzig und Marienburg
Am Vormittag Fortsetzung der Besichtigungen vom Vortag. Dann kurze Weiterfahrt nach Malbork/Marienburg am Ufer der Nogat. Die Stein gewordene Ordensmacht aus dem 14. Jh., einst Sitz der Hochmeister des Deutschen Ritterordens und mächtigste Festungsanlage Europas, wurde nach schweren Zerstörungen im Krieg wieder aufgebaut und hervorragend renoviert. Das Meisterwerk spätgotischer Baukunst wurde 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.
Nach der Burgführung Fahrt ans Frische Haff zur Übernachtung

04 Über das Frische Haff und Ermland nach Masuren
Am Morgen Fahrt vorbei an Kadinnen, ehemals Sommerresidenz der Deutschen Kaiser, nach Frombork/Frauenburg am Frischen Haff. Wir besichtigen den Frauenburger Dom, ein architektonisches Kleinod und einer der schönsten Sakralbauten im Ostseeraum, im 16. Jh. Sitz von Nikolaus Kopernikus, der mit seinen Thesen zur Astronomie das mittelalterliche Weltbild revolutionierte. Vom Glockentrum reicht der Blick weit über das Frische Haff und - bei guter Sicht - in die russische Exklave Kaliningrad (Königsberg) hinein.
Die Weiterfahrt geht zunächst durch das Ermland, dem ehemals unter Herrschaft deutscher Ritter stehenden Landesteil an der russischen Grenze. Unterwegs besuchen wir die ehemalige ostpreußische Stadt Reszel/Rössel. Das Stadtbild ist von der mittelalterlichen Anlage, dem Marktplatz und der Burg geprägt. Durch wunderschöne Baumalleen fahren wir zur Heiligen Linde/Swieta Lipka. Wir besuchen wir die barocke Wallfahrtskirche mit ihrer schwungvoll gegliederten Fassade und dem Jesuitenkloster aus dem 17. Jh. Der Bau wirkt inmitten der Landschaft ungewohnt heiter und leicht; im Inneren zeigt die „Perle des Barock“ Fresken, Altäre und eine Orgel mit beweglichen Figuren. Zum Abschluss des Besuchs hören wir ein kleines Orgelkonzert. Die Weiterfahrt zu unserem Hotel führt uns nach Sensburg/Mragowo dem Hauptort der Sensburger Seenplatte, mit fünf Seen im Stadtgebiet.
Fahrt zum 3*-Hotel Mazur Syrenka in Krutyn/Krutinnen. Dieses liebevoll restaurierte Gutshaus direkt am Krutynia-Fluss ist unser Domizil für die Tage in den Masuren.

05 Masuren – Auf den Spuren von Siegfried Lenz
Rundfahrt durch die Masurische Seenplatte, eine Landschaft sanft auf- und abschwingender Moränenhügel mit zahllosen kleinen und kristallklaren Seen und ausgedehnten Waldgebieten. Zur Erhaltung dieser unberührten Landschaft schuf man über 90 Naturschutzgebiete, in denen seltene Tierarten anzutreffen sind. Zahlreiche Schriftsteller, Dichter und Philosophen wie z. B. Siegfried Lenz oder Imanuel Kant ließen sich von der Unberührtheit und Schönheit dieser Landschaft inspirieren.
In Ryn/Rhein besuchen wir die mächtige alte Ordensburg. Anfang der 1990er Jahre wurde die Burg prachtvoll restauriert und modernisiert und spiegelt in der Inneneinrichtung die ursprüngliche Architektur der wider. Von hier aus unternehmen eine ausgedehnte Schifffahrt nach Mikolajki am Großen Spirdingsee, einer der Hauptorte an den Masurischen Seen. Weiterfahrt mit dem Bus durch wunderbare Alleen und Wälder nach Elk/Lyck, die Geburtsstadt von Siegfried Lenz. Wahrzeichen ist auch heute noch die nach dem ersten Weltkrieg wieder aufgebaute Kathedrale. Hauptattraktion von Elk/Lyck aber ist die Schmalspurbahn, „eine Kleinbahn namens Popp“, die Siegfried Lenz in seinem Erzählband „So zärtlich war Suleyken“ verewigt hat. Steigen Sie ein! Das Bähnchen setzt sich im Zuckeltrab in Bewegung. Vorbei geht es an verschlafenen Dörfern, mitten durch schattenspendende Wälder und durch die Felder und Wiesen der sanften Hügellandschaft mit den glitzernden Seen und vielen Störchen. Und immer gilt: Blumen pflücken während der Fahrt verboten! Nach ca. 1 Std. Fahrzeit erreichen wir Zawady-Tworki, wo wir bereits von unserem Bus erwartet werden und fahren zurück zum Hotel.

06 Lötzen – Schloss Steinort - Wolfsschanze
Unser heutiger Ausflug geht nach Gizycko/Lötzen, zauberhaft auf einer Landenge zwischen dem Löwentinsee und dem Auersee gelegen. Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Boyen-Festung mit Museum, die von Karl Friedrich Schinkel erbaute evangelische Kirche, das Schloss und der Kanal mit der berühmten Drehbrücke. Nach der Stadtführung unternehmen wir eine große Schifffahrt auf dem Mauersee nach Sztynort/Steinort. Hier thront in herrlicher Lage das Schloss Steinort, einst „… der schönste Besitz in Ostpreußen“. Über mehrere Jahrhunderte war das Schloss im Besitz der Adelsfamilie von Lehndorff. Heinrich von Lehndorff war aktives Mitglied des Widerstandes gegen Hitler. Nach dem missglückten Attentat vom 20. Juli 1944 in der benachbarten Wolfsschanze wurde er am 4. September 1944 in Berlin-Plötzensee gehenkt. Heute präsentiert sich das Schloss in morbider Pracht. Nur die großzügig angelegte, heute ungepflegte Parkanlage mit ihren uralten Eichenalleen zeugt noch von der ursprünglichen Pracht der gräflichen Anlage. Vor wenigen Jahren hat mit der Erhaltung, Sanierung und Restaurierung des Schlosses begonnen. Nach Möglichkeit haben wir eine Führung durch Teilbereiche des Schlosses (bei Drucklegung lag uns die Bestätigung noch nicht vor).
Ein krasser Gegensatz zu dem gerade Erlebten ist die Besichtigung der „Wolfsschanze“. Hier unternahm Graf Stauffenberg am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler. Besichtigung der Bunkeranlagen des ehemaligen „Führerhauptquartiers“.

07 Johannisburger Heide und der Fluss Krutynia
Heute verbringen wir die Zeit in der Johannisburger Heide, eine Landschaft von besonderem Reiz im Süden der Masurischen Seenplatte. Hier reiht sich See an See. Den Mittelpunkt der Johannisburger Heide bilden große, dunkle Wälder. Mit unzähligen versteckten Buchten und stillen pittoresken Halbinseln hinterlässt diese Gegend einen unvergesslichen Eindruck. In Kleinort besuchen wir das Geburtshaus von Ernst Wiechert mit dem kleinen Museum. Unser Ziel ist das Gasthaus Galkowo/Galkowen. Das Jagd- und Forsthaus der ehemaligen Grafen von Lehndorff wurde in Sztynort/Steinort abgetragen und unter Aufsicht des Denkmalschutzes nach Gałkowo versetzt und restauriert. Nun betreibt hier Aleksander Potocki ein Gasthaus. Im Obergeschoss hat die deutsche Journalistin Renate Marsch-Potocki zu Ehren von Marion Gräfin Dönhoff einen Salon eingerichtet. Als Zeitzeugin erzählt sie gerne von ihren Kontakten zur Gräfin. Im Gasthaus genießen Sie ein Menü mit Spezialitäten der regionalen Küche. Rückfahrt zum Hotel, wo wir bereits am Ufer der Krutyna zu einer Stakenkahnfahrt erwartet werden. Die Kahnfahrt führt Sie durch eine Flusslandschaft wie aus einer anderen Zeit, denn die Ufer der Krutynia sind völlig sich selbst überlassen, fast ohne menschliche Eingriffe in die Natur und mit einer einzigartigen Tiervielfalt. Am letzten Abend unseres Aufenthaltes in den Masuren werden wir zu einem Grillabend an der Krutyna erwartet.

08 Rückreise bis Görlitz
Heute verlasen wir mit vielen eindrucksvollen Bildern die malerischen Masuren. Vorbei an Warschau und Breslau kommen wir über die Grenze nach Görlitz, der einstigen Handels- und Tuchmacherstadt. Wer möchte, kann am Abend noch einen Spaziergang durch die reizvolle Altstadt unternehmen. Über 3.500 denkmalgeschützte Bauwerke, die zum größten Teil aufwendig restauriert wurden, erwarten Sie!

09 Rückreise

  • Haustürabholung
  • Reise im 5* Luxus-Class-Reisebus
  • Sektfrühstück am Anreisetag
  • 1 x ÜF/HP im 4*-Novotel Centrum in Posen
  • 1 x ÜF/HP im 4*-Hotel Sadova Centrum in Danzig
  • 1 x ÜF/HP im 4*-Hotel Elblag
  • 4 x ÜF/HP im 3*-Mazur Syrenka
  • 1 x ÜF/HP im 4*-Parkhotel in Görlitz
  • Führungen und Besichtigungen lt. Programm
  • Schifffahrten und Zugfahrt lt. Programm
  • Kleines Orgelkonzert in der Basilika in Heilige Linde
  • Führung in der „Wolfsschanze“ bei Rastenburg
  • 1 ½ -stündige Stakenbootfahrt auf der Krutynia
  • Qualifizierte Reiseleitung, ergänzt durch örtliche Führer
  • Informationsmaterial zur Reise

Weitere Eintritte und Übernachtungssteuer extra.
Mindestteilnehmerzahl: 20 Personen
Gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich.

Reiseveranstalter ist Müller Reisen in Massenbachhausen.

Hotel laut Ausschreibung

  • Pro Person im Doppelzimmer
    1350,00 €
    Frühbucher Preis
    bei Buchung bis zum 24.05.2019
    1250,00 €
  • Pro Person im Einzelzimmer
    1595,00 €
    Frühbucher Preis
    bei Buchung bis zum 24.05.2019
    1495,00 €

Abfahrtsorte

  • z.B. Massenbachhausen - Betriebshof, Deutzstr. 2-12
    -15,00 €

Hotel Mazur Syrenka
Das familiär geführte 3* Hotel "Mazur Syrenka" liegt in der unberührten Natur der masurischen Seenplatte. Die Zimmer sind mit Bad/Dusche und WC sowie TV und Radio ausgestattet. Die sonnige Terrasse des Restaurants befindet sich direkt am Wasser und die Küche verwöhnt Sie mit traditionellen Speisen.

https://mazursyrenka.com/