Studienreisen | Russische Föderation | Moskau |
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Reisebeschreibung |
![]() Kreml und Roter Platz im Zentrum Moskaus gehören zu den berühmtesten und eindrucksvollsten Ensembles der Welt. Neun mächtige Bahnhöfe wirken als Architekturdenkmäler, drei internationale Flughäfen und drei Binnenhäfen bewältigen die Anbindung an die Welt, Millionen Menschen unterqueren täglich die Stadt mit einer Metro, deren Stationen weltberühmte Sehenswürdigkeiten sind und als unterirdische Kunstwerke beeindrucken. In den Fluss Moskwa, der die Stadt mäandernd auf einer Länge von 80 Kilometern durchfließt, münden innerhalb der Stadt etwa 120 kleine Flüsse, und ein mehr als 100 Kilometer langer Kanal verbindet die Moskwa mit der Wolga. Die hektisch wirbelnde Weltstadt ist von einem fast 40 Kilometer langen Stadtwaldgürtel mit Nationalparks umgeben und innerhalb des Stadtgebiets wirken etwa 100 Parks als „Grüne Lunge“; der Gorki-Park als der größte liegt im Zentrum am Ufer der Moskwa. Tolstoi nannte die 900 Jahre alte, einst vollständig aus Holz gebaute Stadt das „Mütterchen Russlands“; ihre Schönheit und ihr Reichtum werden in zahlreichen Sagen besungen. Moskau, Die Stadt Der Superlative Reiseleitung: Hanskarl Kölsch, München Die zeitliche Reihenfolge des Besichtigungsprogramms entscheiden wir vor Ort mit unserer Stadtführerin, abhängig von den örtlichen Gegebenheiten.
DER KREML ist der älteste Teil Moskaus und ein bedeutendes historisches Baudenkmal. Seine berühmten Mauern und 19 Türme aus rotem Backstein stammen weitgehend noch aus dem 15. Jahrhundert und waren damals eine wirksame Befestigungsanlage. Innerhalb des Kreml befinden sich mehrere eindrucksvolle Kathedralen aus der gleichen Zeit: die Uspenski-Kathedrale (Mariä-Entschlafens-Kathedrale) mit ihrer wundervollen Ikonostase, die Verkündigungs- und die Erzengel-Kathedrale, außerdem noch mehrere Kirchen, der Facettenpalast, sowie der 80 Meter hohe Glockenturm von Iwan dem Großen. (Iwan Grosny heißt Iwan „der Große“ und „der Schreckliche“). Weitere Kirchen und Paläste stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Jedes Gebäude innerhalb des Kremls atmet Geschichte und Kultur: die Kirche zu den zwölf Aposteln, der Patriarchenpalast und der Terem-Palast, das Arsenal sowie das Senatsgebäude, in dem Lenins Arbeitszimmer und Wohnung original erhalten sind. DER ROTE PLATZ, der den Kreml an einer Seite begrenzt, ist der wichtigste Platz Moskaus. Die heute übliche Bezeichnung „Rot“ hat keine politische Bedeutung, und bezieht sich auch nicht auf die Farbe der Kremlmauern und -türme (die bis zum 19. Jahrhundert weiß gestrichen waren): krasnaja bedeutet „rot“ im modernen Russisch, aber altrussisch heißt es „schön“: der krasnaja Plotschad aus dem 16. Jahrhundert ist „Der Schöne Platz“. Hier befindet sich auch das Lenin-Mausoleum. In die Kremlmauer sind Urnen mit der Asche berühmter Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur eingelassen, (u. a. Stalin und Gagarin). DIE BASILIUS-KATHEDRALE beherrscht den Roten Platz. Die erste Kirche war aus Holz und galt dem Sieg des russischen Heeres über die Tataren 1552; drei Jahre später wurde sie abgetragen und Iwan der Schreckliche ließ die heutige Kathedrale errichten. Die Legende erzählt, Iwan habe nach Vollendung des Baus den Architekten gefragt, ob er nochmals eine so schöne Kathedrale bauen könne, und als dieser antwortete, er könne eine noch viel schönere errichten, habe ihm der Zar die Augen ausstechen lassen. Die neun Hauptkuppeln unterscheiden sich jede in Aussehen und Farbgebung von den anderen. Ihre feierliche Atmosphäre entsteht aus dem Kontrast zwischen roten Backsteinen und schlichtem weißem Putz. Die Kathedrale besteht eigentlich aus neun einzelnen Kirchen: die Maria-Schutz-und-Fürbitte-Kirche in der Mitte wird gekrönt durch die goldene Kuppel. An jeder der acht Ecken schließt daran je eine weitere Kirche an, gekrönt durch eine der farbigen Kuppeln. Heute hat die Kathedrale den Status eines Museums. Das NEUJUNGFRAUENKLOSTER (genau: Neujungfrauen-Gottesmutter-von-Smolensk-Frauenkloster) ist neben dem Dreifaltigkeitskloster von Sergiew Possad das bekannteste Kloster Russlands. Seine Bezeichnung „Neu-“ dient der Unterscheidung vom „alten“ Frauenkloster, dem Himmelfahrtskloster im Kreml. Der gesamte Komplex ist wie der Kreml Weltkulturerbe. Die umfassende Anlage wurde 1524 zur Erinnerung an die Einnahme von Smolensk errichtet (daher: „...Smolensk-Frauenkloster“) und wurde bald das reichste und stärkste Wehrkloster im Moskauer Befestigungsring. Von hier aus wurden die Übergänge über die Moskwa kontrolliert. Quelle für Macht und Reichtum des Klosters war die enge Anbindung an die Fürsten und Zarenfamilien. Boris Godunow wurde 1598 in den Mauern des Klosters zum Zaren ausgerufen. Teile der Anlage wurden mehrfach von Angreifern niedergebrannt und immer wieder aufgebaut. Es entstand eines der reichsten Frauenklöster Russlands, das über Ländereien von Moskau bis zum Onegasee und zur Wolga verfügte. Zur Zeit der Leibeigenschaft „gehörten“ dem Kloster rund 15.000 Bauern in 36 Dörfern. Von hier aus organisierte Sophia, die Halbschwester von Peter dem Großen den „zweiten Strelitzenaufstand“ mit der von Zar Iwan dem Schrecklichen gegründeten Palastgarde. Zar Peter schlug den Aufstand nieder und hielt ein blutiges Strafgericht; Sophia ließ er zwangsweise zur Nonne weihen. Erst mit der Verlegung der Hauptstadt nach St. Petersburg verlor das Kloster an Bedeutung. Napoleon wollte die Anlage bei seiner Flucht aus Moskau sprengen lassen, aber die Nonnen widersetzten sich den französischen Soldaten erfolgreich. Das PUSCHKIN-MUSEUM für bildende Künste ist eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Seine Entstehungsgeschichte ist so aufregend wie sein heutiger Kunstbestand. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es die ersten Bestrebungen zu einem bürgerlichen Bildungsmuseum, aber erst 1912 konnte es feierlich eröffnet werden. Den Grundbestand der Sammlung eines Museums für die Volksbildung – für Bürger, denen Studienreisen zu den Originalen nicht möglich waren – bildeten die Gipsabgüsse berühmter Skulpturen der westlichen Kunst aus Mittelalter und Renaissance. (Vielgereiste Kunstkenner werden heute von der berühmten Plastik bis zur Kathedralenkanzel manches wiedererkennen.) Aber sehr schnell änderte sich das Museumsziel hin zur Sammlung von Originalen. Verlagerungen aus der St. Petersburger Eremitage und der Moskauer Tretjakow Galerie, umfangreiche Stiftungen zahlreicher Kunstsammler, und nach der Oktoberrevolution die Enteignungen des Adels steigerten die Bedeutung des Museums in atemberaubender Schnelligkeit. Während des Zweiten Weltkrieges kam „Beutekunst“ hinzu, um deren Rückgabe auf diplomatischer Ebene verhandelt wird. Hier ist auch der Teil vom „Schatz des Priamos“ ausgestellt, dessen andere Hälfte sich in Berlin befindet. Die TRETJAKOW-GALERIE ist ein weiter Höhepunkt einer Kunstreise nach Moskau: Sie ist das größte Museum der russischen nationalen Kunst und beherbergt eine der bedeutendsten und größten Kunstsammlungen ganz Russlands, mit mehr als 100.000 Werken der Malerei, Graphik und Bildhauerei aus dem 11. bis zum 20. Jahrhundert. Das BOLSCHOI-THEATER genießt Weltruf und das berühmte Bolschoi-Ballett, eine der ältesten und besten Ballett-Kompanien, ist ständig in der ganzen Welt zu Gast. Viele berühmte Opernsänger kamen von der Bühne des großen Schaljapin. Im ersten Theater waren die Schauspieler noch Leibeigene des Fürsten. Dann entstand 1780 der heutige Theaterbau auf Holzpfählen in einem sumpfigen Teil des Moskauer Zentrums. Zweimal brannte es, und jedes Mal wurde es in noch kostbarerer Ausstattung erneuert. Im Stil des russischen Klassizismus gehört es heute zu den schönsten Theatern der Welt. Es besteht die Möglichkeit, fakultativ eine Aufführung zu besuchen. Der ARBAT ist eine der interessantesten Straßen in Moskau: Hier war die erste Moskauer Fußgängerzone, was den Stadtteil schnell zu einem der populärsten Orte der Stadt machte, mit Cafés und Bars und Ständen und Gauklern und Straßenkünstlern – lebendiger und bunter und fröhlicher kann man sich eine Straße nicht vorstellen. Es war ehemals die bevorzugte Wohngegend des Adels, dann wurde es das Künstlerviertel. Hier steht auch das Haus, in dem Puschkin nach seiner Hochzeit wenige Monate wohnte, bevor er mit Natalja nach St. Petersburg zog. Gegenüber dem Haus steht die lebensgroße Bronzeplastik des Paares, zu dem die Moskowiter an schönen Sonntagen „pilgern“, um ihrer geliebten schönen Natalja die Hand zu streicheln, die schon golden glänzt. KITAI-GOROD ist das historische Viertel unmittelbar östlich des Roten Platzes im Zentrum von Moskau; es erstreckt sich bis zum Ufer der Moskwa. Hier waren die ersten Ansiedlungen noch vor der Stadtgründung im Jahre 1147. Im 14. Jahrhundert war es das Viertel der Handwerker und Kaufleute und es entstanden dort zahlreiche Häuser und Kirchen aus Holz; der heutige Rote Platz war der Marktplatz. Um die Siedlung vor Übergriffen zu schützen, wurde im 16. Jahrhundert ein Schutzwall errichtet, der einige Jahre später um eine bis zu neun Meter hohe steinerne Mauer mit 14 Mauertürmen ergänzt wurde. Ein Teil dieser Mauer ist bis heute erhalten geblieben. In dem blühenden Geschäftsviertel entstanden im 16. Jahrhundert Gasthäuser, zahlreiche Kirchen und vier Klöster. Bis ins 19. Jahrhundert scharten sich hier unzählige Läden, Kontore und Banken. Nach der Oktoberrevolution wurden die Läden und Banken verstaatlicht, und das war das Todesurteil für das quirlende Leben im ältesten Moskauer Viertel. Trotzdem ist Kitai-Gorod bis heute von großer historischer Bedeutung, da eine Vielzahl architektonischer Denkmäler erhalten geblieben und restauriert worden sind. LEO TOLSTOI, sein Leben und Werk, soll auf dieser Reise im literarischen Zentrum stehen – soweit es unsere freie Zeit am Abend erlaubt; speziell sein Roman Anna Karenina. Kaum ein anderer Dichter ist so schwer zu begreifen wie Leo Tolstoi, denn es gilt drei widersprüchliche Ebenen miteinander zu verbinden und zu deuten: die Werke, die Biografie und den Mythos Tolstoi. Seine Dichtungen gehören unter die Meisterwerke der Weltliteratur; sie sind unumstritten und nicht außergewöhnlich schwierig im Verständnis. Sein Leben verlief aufregend und emotionsgeladen; er war besessen davon, seinen zwiespältigen Charakter zu beherrschen, und erlebte dabei wechselnd Siege und Niederlagen Aus der Verwirrung um das Werk und die Persönlichkeit entstand der Mythos Tolstoi.
Programmänderungen vorbehalten.
Vorgesehenes Hotel Reisepapiere Voraussichtliche Flugzeiten: ab München: Flugpreisgarantie bis 90 Tage vor Reisebeginn – buchen Sie deshalb rechtzeitig! Haustürabholung Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer Reiserücktrittskosten-, Reisekranken- und Reisegepäckversicherung, soweit diese von Ihnen noch nicht abgeschlossen wurden. |
Leistungen (im Preis inbegriffen) |
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Zubuchbare Optionen / Ermäßigungen |
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